|
PERSONALAUSSTELLUNG im Bildhauerhaus Krastal
SIBYLLE VON HALEM „Skulptur Fotografie Objekt“ Bildhauerhaus Krastal: Eröffnung: 8. August 2009, um 19,00 Ausstellungsdauer: 09.08.2009 - 09.09.2009 Im Rahmen des diesjährigen Frauenschwerpunkts im Bildhauerzentrum [kunstwerk] krastal präsentiert der Verein neue Arbeiten von Sibylle von Halem. Die 1963 in Deutschland geborene Künstlerin studierte Bildhauerei in Glasgow, Schottland sowie in Birmingham, England, 1985 gründete sie die Glasgow Sculpture Studios, die sie bis 1996 leitete. Sibylle von Halem arbeitet seit einigen Jahren in Kärnten und ist seit 2004 Mitglied im Verein [kunstwerk] krastal.
Bisher waren im Krastal hauptsächlich die Steinarbeiten von Sibylle von Halem zu sehen. Die Ausstellung im Bildhauerhaus bietet erstmals eine Möglchkeit einen umfassenden Einblick ihre Objektarbeiten und installativen Werke zu erhalten. Die Künstlerin arbeitet neben dem Stein im Bereich ihre Objekte mit vielfältigen Materialien wie Papier, Latex, Wachs, Porzellan, Holz u.a. Seit mehr als als 15 Jahren bestehen die meisten ihrer Arbeiten aus zusammengesetzten Fragmenten, die immer die Frage offen lassen, ob die gerade sichtbare Anordnung nicht auch eine andere sein könnte. In der Ausstellung sind sowohl ältere Arbeiten zu sehen, an denen die Künstlerin seit ein bis zwei Jahren arbeitet als auch ganz aktuelle Werke, die während ihres 6-monatigen Atelierstipendiums an der Cité Internationale des Arts in Paris entstanden sind. Der Titel der Serie „temporary lodgings“ beschreibt sowohl einen Zustand – den des vorübergehend untergebracht seins - als auch das Objekt, in dem gewohnt wird. Die Objekte sind aus Puzzelstücke gebaut, die als offene Bauelemente eine Erweiterung in alle Richtungen zulässt. Im Laufe vieler Ortswechsel habe ich mich mit ständig wandelbaren Wirklichkeiten abgefunden und angefreundet, und wünsche mir eine Unterkunft, die auf Reisen mitgenommen werden kann. Immer wieder an einem anderen Ort, sind auch die festen Bestandteile des Lebens immer wieder neu anzuordnen. (Sibylle von Halem) Weitere Objekte wie u.a. "Heirloom", "Tentacles", "one blanket for two" bilden eine Werkgruppe, die aus Kunstharz gearbeitet wurde. Abformungen der eigenen Hautoberfläche, die anschließend konserviert oder wie Kleidung oder Stoff weiterbehandelt werden.
Die Haut, die sichtbare Oberfläche, ist sowohl die Grenze als auch die Verbindung von Innen und Außen (dem Selbst und dem Anderen), ist durchlässig und verletzlich, weist Spuren von Erlebtem auf und ist eng mit dem Bewusstsein der eigenen Identität verbunden. Sie weist auf das darunter liegende, das verborgene, erspürte aber nicht sichtbare hin. Das, was “unter die Haut geht”. Die Haut zeichnet die Ereignisse des Lebens auf. Man kann sich in der eigenen Haut wohlfühlen, oder auch nicht: ein Entrinnen ist nicht möglich. (Sibylle von Halem)
Eine Arbeit der Serie temporary lodgings ist Kunstwerk des Monats unter http://www.k08.at/de/menu157/kunstwerk_des_monats9/
sibylle.vonhalem[AT]gmail.com
 Sibylle von Halem, "one blanket for two", 2005 1,90x1,40m, Material: Latex, von der Haut abgeformt; Nähseide, Seidenorganza. Foto: Bettina Frenzel Download |  Sibylle von Halem, "towards dawn", 2009, Seidenpapier, PVA, Nähseide / tissue paper, PVA, thread, 130 x 100 x 35 cm, Foto: Bettina Frenzel Download |
|