Über Oberfläche zur Struktur

52. Steinbildhauer Symposion Krastal 2019 „Über Oberfläche zur Struktur“

07 Juni 2019 00:00 – 30 Juni 2019 00:00

 
Das zum 52. Mal stattfindende Steinbildhauer Symposion ist alljährlich mit internationalen und nationalen Künstler_innen besetzt. Die Teilnehmer heuer sind: Niclas Anatol (A), Romana Egartner (A), Jure Markota (SLO), Mansurshon Kazakbaev (KG), Rosa Brunner (D), Rene Fadinger (A), Katharina Mörth (D), Gabriela Nepo-Stieldorf (I) Das Symposion als fixer Programmpunkt seit Mitte der 60er Jahre ist eines der wenigen, noch in diesem Rahmen stattfindenden Steinbildhauer Symposien. Die Teilnehmer_innen werden über den Zeitraum von drei Wochen (Start 7. Juni) zum Thema „über Oberfläche zur Struktur“ ihre individuellen Skulpturen anfertigen.
 
 

Struktur existiert über einen Körper. Sie bildet die Grundlage, die sich über die Materialität definiert und dadurch die Beschaffenheit der Oberfläche ergibt. Bestimmte Ausprägungen können so typisch für eine Epoche, einen Ort oder einen einzelnen Künstler sein, dass sie zur Bestimmung der Herkunft herangezogen werden. Struktur im heutigen Sinne kann als „universell“ betrachtet werden und definiert sich über ihre Vielfältigkeit.

Vorstudien der Künstler_innen sind während des Symposions im Bildhauerhaus unter dem Titel: „Zeichnung vor Stein“ zu sehen.

(to) layer/schichten

Ulrich Plieschnig wird heuer im Zuge der Personale in den Ausstellungsräumen des Bildhauerhauses im Krastal großformatige Leinwandbilder sowie kleinformatige Arbeiten auf Papier präsentieren. Im Außenbereich werden weiters einige seiner im Krastal entstandenen Steinskulpturen zu sehen sein.

Seit drei Jahrzehnten malt Ulrich Plieschnig mit stark verdünnter, in Terpentin aufgelöster Ölfarbe, die er aufschüttet, mit dem Pinsel verteilt, wieder abfließen läst und erneut aufschüttet usw. Dieser Prozess kann über Wochen oder Monate weitergeführt werden, bis sich die freie Komposition aus der Fläche heraus in ein (scheinbar) dreidimensionales Objekt verwandelt.
In seinen neuesten Bildern lösen sich die Konturen zunehmend auf. Das übrig bleibende, farb- und formenreduziertes, wolkenartige Gebilde, ist akzentuiert von durchscheinenden Pinselstrichen und Farbverdichtungen.

Diametrales interpunktiert: Janusbühnen.

Das Artist in Residence Projekt von Luisa Kasalicky und Siegfried Zaworka wird kuratiert von Meina Schellander.
Die im Zuge des Aufenthaltes im Krastal gestaltete Installation, zugleich Ausstellungsarchitektur und Stage-Design, wird mit ihren plastischen Versatzstücken eine Art Ausstellung darstellen, dient zudem aber als Surrounding für Performances, die auf der doppelseitig bespielbaren Janusbühne stattfinden sollen. Es wird versucht, die Schnittmenge der Eigenschaften sehr unterschiedlicher Rezeptionsmodi zweier medialer Bereiche – Installation und Performance – auszuloten. Einer Verwendbarkeit von Vorder- wie Rückseite des bühnenartigen Gebildes entspricht hierbei die Juxtaposition der diametralen künstlerischen Positionen.

52. Steinbildhauer Symposion Krastal 2019
>über Oberfläche zur Struktur<
Zeitraum:            Fr 7.Juni – So 30.Juni 2019
Symposionsfest:        Sa 29.Juni 2019 ab 16 Uhr

 

Foto: Der Krastaler Marmorsteinbruch. Romana Egartner

Download: JAHRESPROGRAMM 2019